Rissige Hände müssen nicht sein

Das Wetter ist nasskalt und schon fängt die Haut an den Händen an zu spannen, zu jucken oder sogar aufzureißen: Auch im Winter ist ein gut abgestimmter Hautschutz unerlässlich, um Verletzungen und sogar bleibende Schäden vorzubeugen. Im Jahr 2019 bildeten laut der DGUV Hautkrankheiten mit über einem Viertel die größte Gruppe der Berufskrankheiten.

Die Ursachen sind vielschichtig

Um hier die einzelnen Mechanismen besser zu verstehen, hilft ein kurzer Blick auf die Schutzfunktion und den Aufbau unserer Haut. Zwischen den Hornzellen unserer äußeren Hautschicht sorgt Fett für Geschmeidigkeit und Elastizität. Darüber ist ein dünner Film aus Wasser, Fett und Salzen, der mit seinem leicht sauren Milieu ungewünschte Mikroorganismen abwehrt. Zusätzlich gibt es aber auch „gewünschte“ Mikroorganismen, die das sogenannte Mikrobiom bilden und ebenso unsere Haut – und damit uns! – vor ungewollten Viren, Pilzen und Bakterien schützt.

Dieses feine Zusammenwirken wird beispielsweise durch häufiges Waschen, kalte Temperaturen oder aggressive Desinfektionsmittel schnell gestört. Gerade unsere Hände sind diesen Einflüssen oft ungeschützt ausgeliefert und können sich nicht so schnell regenerieren, da sie nur über wenige Talgdrüsen verfügen und kaum Fettgewebe in der Unterhaut haben.

Einfache Maßnahmen für Schutz und Pflege

Als Arbeitgeber und Arbeitnehmer können Sie im Normalfall recht einfache Maßnahmen ergreifen, um diesem System zu helfen. Ein passender Schutzhandschuh ist hier sicherlich die erste Möglichkeit. Wenn Sie Schaden vorbeugen, müssen Sie sich natürlich weniger Gedanken um die Reparatur machen. Prüfen Sie also vorher genau, welche thermischen, chemischen oder physikalischen Risiken in Ihren unterschiedlichen Arbeitsbereichen vorkommen und nutzen Sie die dafür passenden Schutzhandschuhe.

Wenn es möglich ist, verwenden Sie nur milde Hautreinigungsmittel, die auf unnötige Zusätze wie starke Duft- oder Farbstoffe verzichten. Die anschließende Pflege sollte natürlich auch auf überflüssiges Beiwerk verzichten und lieber durch nützliche Inhaltsstoffe überzeugen. Fetthaltige Cremes und Lotionen sind gerade während der Winterzeit eine sehr gute Grundlage, brauchen allerdings auch mal länger, um vollständig einzuziehen. Als Alternative kann hier auf Pflegeprodukte mit Urea zurückgegriffen werden, was der Haut hilft, Feuchtigkeit zu binden. Doch unabhängig vom genutzten Produkt muss der Anwender daran denken, dass dieses beim Arbeiten auch wieder abgetragen wird, wodurch ein regelmäßiges Nachcremen notwendig wird.

Um dem Arbeitnehmer die richtige Hautschutzroutine zu vermitteln, eignen sich Hautschutzpläne, die für jeden Arbeitsbereich separat ausgearbeitet werden. Sie zeigen dem Anwender übersichtlich und leicht nachvollziehbar, welche Maßnahmen und Produkte angewendet werden sollen.

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